Sommer, Sonne - Loisium

 

Die Wetterfrösche sind euphorisch und melden mit Begeisterung: Der Sommer ist endlich in Österreich angekommen. Er ist gekommen, um zu bleiben. Die erste richtige Hitzewelle des Jahres 2020 steht bevor … stabiles Hochdruckwetter mit 30 Grad und mehr und das konstant über mehrere Tage. Super, brauch ich das? Ich war recht zufrieden mit dem bisherigen Sommer, mit dem Wechselspiel von Regen, Sonne und Wärme.

Vielleicht der perfekte Zeitpunkt für ein paar Urlaubstage in schöner Umgebung. Meine Projekte gehen nicht wirklich voran, ich bin ausgelaugt, Ewald wünscht sich auch etwas Abwechslung und wir überlegen… Genau, Langenlois bzw. Loisium scheint uns optimal. Wir buchen sehr kurzfristig.

2 Tage später geht’s auch schon los. 

Sonntag, 9. August 2020

Es ist wirklich sehr heiß und unser Stopp in Dürnstein ist eher ermüdend als erfrischend, noch dazu viele Touristen und überfüllte Cafés und Restaurants. Wir halten uns daher nicht sehr lange auf in der beliebten Stadt in der Wachau und erreichen schon gegen 13 Uhr den Urlaubsort in der Hoffnung, dass wir schon den gemütlichen Garten mit Pool genießen dürfen.

 

Oh, schon aus der Ferne sehen wir einen Baukran in unmittelbarer Nähe des Hotels. Wird das ein Urlaub im Schatten der Baustelle? Wird schon nicht so schlimm werden. Gut gelaunt checken wir ein. Die Hoffnung auf einen frühen Bezug des Zimmers bzw. Poolnutzung erfüllt sich leider nicht und es ist schon kurz nach 15 Uhr, als wir endlich unsere Schlüsselkarten bekommen.

 

Aha, der Kühlschrank funktioniert nicht und auch sonst gibt es einige negative Eindrücke. Das Zimmer ist östlich ausgerichtet und somit haben wir zumindest keine Sonne am späten Nachmittag und das ist wichtig. Die Zimmer sind zwar modern, aber leider alle ohne Klimaanlage, dafür zumindest mit Kühlung, die einen merkwürdigen Eindruck macht und in unserem Zimmer auch nicht richtig funktionieren dürfte. Kühlschrank wäre schon wichtig. Kurze Rücksprache mit den Mitarbeitern der Rezeption. Morgen können wir ein anderes Zimmer beziehen. Nein, diese Action wollen wir uns ersparen, ein Kühlschrank wird uns versprochen, die Kühlung funktioniert angeblich auch und wir sind großzügig und zeigen uns zufrieden.

 

Abendessen im Hotel. Ich freu mich drauf. Unser bevorzugter Tisch ist frei und einem gemütlichen Abend steht nichts mehr im Weg. Aha, war’s das schon? Das Angebot ist überschaubar und zum Teil vermissen wir die Dynamik des Teams.  Noch einen Abschlussdrink an der Bar und schon ist der erste Urlaubstag vorbei. 

 

Montag, 10. August 2020

Es ist früh, draußen geht langsam die Sonne auf und ich bin auf der Terrasse live dabei, genieße die Ruhe, kann nicht widerstehen und hole den Fotoapparat. Die Nacht war warm, trotzdem konnte ich relativ gut schlafen und jetzt freue ich mich auf das Frühstück. Gutes Frühstück ist eine wichtige Säule in meinem Urlaub. 

 

Wieder bekommen wir unseren bevorzugten Tisch, sonst hat sich allerdings einiges verändert im Ablauf und auch im Angebot. Coronabedingt gibt es einen kleinen vorbereiteten Brotkorb, Gemüse in kleinen Schalen, das Personal, das uns Gäste durch das Tragen von Visieren oder Masken schützt, reicht auf Bestellung Fleisch, Wurst, Käse oder Süßes und bringt die Getränke. Eiergerichte, gebratenen Speck, … darf sich jeder direkt beim Koch bestellen, darauf warten oder abholen.

 

Danke, kein Kaffee, aber bitte Früchtetee und Orangensaft, bestelle ich bei der Serviererin. Tee bringe ich gleich, Orangensaft gibt es leider nicht mehr. Wir haben auf regionale Produkte umgestellt, bekomme ich als Antwort. O.k., ich kann dieser positiven Entwicklung vieles abgewinnen, aber Orangensaft gehört für mich zu einem Urlaubsfrühstück und die angebotenen Alternativen wie Apfel-Hollunder- oder Williamsbirnensaft sind gar nicht meins, Marillensaft gibt es leider keinen. Hm? Wenn der Orangensaft wegen der mangelnden Regionalität nicht mehr angeboten wird, warum gibt es dann aromatisierten Tee, Kaffee, Nutella, …? Dazu gibt es dann leider aber keine Erklärung. Na gut, ist so.

 

Die Tische füllen sich, der sowieso enge Buffetbereich bietet durch die Absperrungen jetzt noch weniger Platz für die Gäste, die sich ungehemmt und ohne fiktiven Babyelefanten durchschlängeln - Abstand halten ist hier kaum möglich.

 

Komisch, einige Gäste fallen irgendwie auf und am Nachmittag klärt sich dieses kleine Rätsel – Freundinnen, die sich vom Onlineshoppen oder nach nächtlichen Lernstunden erholen möchten (so steht es in der Loisium-Broschüre), das sind Tagesgäste. Ja, für diese Gästegruppe gibt es spezielle Spa Angebote. Das überrascht mich jetzt sehr. Hm? Ist das gescheit in Zeiten, in den sich der Großteil um Abstand bemüht? Ich weiß es nicht und es steht mir auch nicht zu darüber zu urteilen. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass sich einige Urlauber Fragen zur benachbarten Baustelle, eine Erweiterung des Hotels, machen. Nach deren Ansicht ist der Wellnessbereich jetzt schon zu klein, wohin dann mit den zusätzlichen Gästen ... und und und … Auch das soll nicht meine Sorge sein, stattdessen haben wir den Tag zum Relaxtag erkoren, suchen uns ein gemütliches Plätzchen zwischen den Weinstöcken und lassen die Seele baumeln. Die Liegen sind gut besetzt und ohne dass wir Hausgäste das wollen, hören wir unfreiwillig Alltagsgeschichten der sich erholenden Freundinnen, auf die wir wirklich gerne verzichten könnten.

 

Auch bei Hitze und Nichtstun kommt der Appetit und wir entscheiden uns für das italienische Restaurant Bella Italia im Ort. Es ist kein besonders einladend wirkendes Haus mit Gastgarten direkt an der Straße, aber die Bewertungen im Internet sind sehr gut und sind für uns einen Versuch wert. Die Begrüßung ist sehr freundlich und wir bekommen einen Tisch im Inneren angeboten. Das Interieur entspricht nicht mehr dem neuersten Stand, aber die Freundlichkeit und die generelle Atmosphäre wiegen das auf und darauf kommt es schließlich an. Schon lange habe ich nicht mehr so ein vielfältiges Speisenangebot in einem Lokal gehabt, klassisch italienische Küche, eine riesige Auswahl an Pizzen, auch griechische Küche mit Spezialitäten wie Souflaki … Die Entscheidung fällt mir schwer.

 

Am Tisch gibt es einen Aufsteller mit Weinempfehlungen und nein, der ist kein Überbleibsel aus vergangenen Jahren, die Preise sind aktuell und wie sagt Ewald in solchen Fällen immer? Hier ist die Welt noch in Ordnung! Während wir noch immer fasziniert von der Speisekarte, den Preisen und der Freundlichkeit sind, wird auch schon die Vorspeise serviert. Shrimpscocktail für Ewald und Prosciutto für mich und dazu noch heiße Pizzastangerl. Mmmh, sehr köstlich. Ist bei Ihnen alles in Ordnung, brauchen Sie etwas? Sehr aufmerksam und gastfreundlich die Bedienung.

 

Zügig wird auch der Hauptgang serviert. Meine Sonderwünsche wurden perfekt umgesetzt und sogar ergänzt. Passt das so für Sie, fragt der Kellner erneut. Vielen Dank, es ist perfekt. Wir fühlen uns willkommen und sehr wohl. Das offerierte Nachspeisenangebot muss ich leider ablehnen. Nein leider, das Essen war einmalig, aber für ein Dessert ist heute kein Platz mehr. Dürfen wir für Mittwoch einen Tisch reservieren? frage ich und es ist bedauerlich – am Mittwoch ist Ruhetag und für morgen haben wir uns bereits für einen Heurigenbesuch entschieden und gebucht. Mehr als zufrieden spazieren wir retour ins Hotel.

 

Dienstag, 11. August 2020

Schon während unseres letzten Aufenthaltes in Langenlois haben wir über den Weinweg gelesen und heute nehmen wir uns Zeit für 6 km durch die Weinberge, auf Wegen, die bereits seit uralten Zeiten  durch die Landschaft führen, begleitet von interessanten Infotafeln…. Die Hotelrezeption überrascht mit einem interessanten Package eines Degustationssets. Es gibt 3 Raststellen mit Weinsafes auf der Strecke. Für EUR 25,- bekommen wir ein Kostglas und einen Leihschlüssel für die sogenannten Weinsafes, in dem gekühlte Weine und Wasser auf uns warten. Für mich wäre das Luxus, ich bin ja schließlich keine Weintrinkerin. Ewald ist Genießer und ich werde max. ein kleines Schlückchen bei ihm probieren. Wir kaufen ein Set und marschieren los.

 

Vom Hotel sind es nur wenige hundert Meter bis zum Weintor und somit zu den ersten Rieden. Schön ist es hier, so ruhig, idyllisch und angenehm. Langsam wird mir klar, warum empfohlen wird, dass wir uns zur Gehzeit eine Stunde zusätzlich nehmen sollten. Schau, so viele kleine Schnecken an den Pflanzen und schau da … schau dort ... Ich freue mich, dass wir uns wirklich so auf diese Umgebung einlassen und den Alltag hinter uns lassen können.

Der Weg ist sehr gut beschildert, steigt sanft an und führt rauf auf den Hügel. Ewald hat im schlauen Buch gelesen und daher wissen wir, dass die Höhendifferenz 140 m beträgt.

 

Es gibt laufend Neues zu entdecken, wir passieren die Riesenrebschere, lernen über den örtlichen Boden im Lösporträt und bald haben wir den höchsten Punkt erreicht und werden mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Es ist herrlich. Der Weg ist kurzweilig, langsam stellt sich Durst ein und ich kann die erste Raststation kaum erwarten … und da ist sie auch schon. Was für ein schönes Bild. Eingebettet in die Weinberge, einladend und gemütlich – hier steht in einem Holzhäuschen der erste Weinsafe. Spannend. Was erwartet uns hier? Ewald sperrt auf und ein vollgefüllter Kühlschrank mit Sekt, Wein, Wasser erwartet uns. Die Entnahme erfolgt auf Vertrauensbasis. Prost. Wir entnehmen eine Halbflasche und Wasser. Mmmmh, das erfrischt. Wir lassen die schönen Eindrücke auf uns wirken, verschließen den Safe sorgfältig und setzen unsere Wanderung beschwingt fort.

 

Wie glücklich dürfen wir uns schätzen in so einem großartigen Land leben zu dürfen. Dauert nicht lange und wir haben die zweite und später auch die dritte Station erreicht, die fast zu rasch aufeinander folgen. Ein Lob auf den Unbekannten, der sich diesen Weg einfallen hat lassen. Wir haben viel Spaß und viel zu schnell haben wir die Runde geschafft und sind zurück im Hotel.

 

Die Gutscheine für die Weinverkostung im Loisium, die wir beim Check-In bekommen haben, bzw. der bei dem Degustationspaket dabei war, lösen wir morgen ein. Jetzt wartet bereits der Hotelpool auf uns. Ab ins kühle Nass.

Es ist ein schöner Tag im Garten des Hotels, der Baustellenkran, der immer wieder über das Hotel gefahren wird, ist nicht störend, macht nur ein eigenartiges Bild. Ach, geht’s uns gut.

 

Um 18:30 Uhr haben wir einen Tisch beim Heurigen Steinschaden auf dem Sauberg reserviert. Wenn jemand die perfekte Aussicht über Langenlois sucht, viel Zeit verbummeln möchte, dann ist der Ort genau richtig.  Meine Vorstellung vom Abend war etwas anders.

 

Super, ich bin stolz auf mich und meine heutige sportliche Leistung. Wir sind wirklich weit gegangen und jetzt freue ich mich auf mein Hotelbett. Mit Donnergrollen schlafe ich ein.

 

Mittwoch, 12. August 2020

Oje, mein Knie rächt sich, es war zu viel bergauf und bergab am gestrigen Tag und ich habe schlecht geschlafen. Trotzdem wollen wir heute zumindest einen der beiden Stadtwege machen, Ewald mehr, ich weniger. Gleich nach dem Frühstück geht’s los. Wir folgen dem Plan und entdecken alte Häuser, Gemälde und nette Gassen und Ecken. Ein Weg reicht für heute. Jetzt noch Weinverkostung und im Anschluss den Nachmittag wieder am Pool verbringen. Heute scheint es ruhiger zu sein im Hotel, auch ist es um 3 Grad kühler als gestern und somit angenehmer für mich.

 

Am Abend gibt es eine Kleinigkeit im Hotel, dazu ein Gläschen Sekt am letzten Urlaubsabend und netten Smalltalk mit Jan, dem Mitarbeiter in der Bar. Ich mag diese lockeren Gespräche mit sympathischen Menschen sehr und habe Spaß daran.

 

Der Abend ist lau, Ewald und ich haben eine gute Zeit und planen vorsichtig das nächste verlängerte Wochenende ….

 

Ssssssssstschsssssssss- … was ist das für ein komisches Geräusch? Wie spät ist es? Woher kommt das? Ewald, hörst du das? Ja, bekomme ich als verschlafene Antwort! Schlaf weiter. Nein, ich muss jetzt wissen, was das ist. Wird auf der Baustelle schon gearbeitet? Nein, gibt es nicht, es ist gerade mal kurz nach 1 Uhr Früh. Ich öffne die Vorhänge, das Geräusch wird lauter …. Ja super, es kommt aus der Kühlung. Jetzt wird es interessant. Ewald hat mittlerweile auch mit der Ursachenforschung begonnen, kontrolliert den Regler, schaut sich die Quelle des Geräusches genauer an. Kann da eh nichts explodieren? Mir ist nicht ganz gut bei der Sache, ich zieh mich notdürftig an und sause barfuß zur Rezeption. Bitte kommen Sie, in unsere Zimmer gibt es ein technisches Gebrechen, es zischt ganz laut, rufe ich halblaut dem Mitarbeiter an der Rezeption zu. Machen Sie sich keine Sorgen, das ist nur die Kühlung, die macht ein leises Geräusch, das ist ganz normal. Nein! Das Geräusch ist alles andere als normal. Bitte, hören Sie sich das an. Ja, es kostet mich schon Überredung, bis mir der Nachtportier ins Zimmer folgt. Er versucht noch mir zu erklären, dass das Gerät bei Änderung der Kühlintensität lauter werden kann …. Und dann sagt er nichts mehr, auch er kann das Zischen schon am Gang hören … Ratlosigkeit! Das hat der Mitarbeiter auch noch nie gehört. Restart der Kühlanlage … Was kann passieren? Kann es zu einer Explosion kommen? Ich beginne zu packen, sicher ist sicher …. Super, so ein Glück, meint der Portier nach mehreren missglückten Versuchen, die Ruhe wiederherzustellen, es gibt noch ein freies Zimmer, das können Sie für den Rest der Nacht beziehen. Ganz pragmatisch, so kenne ich ihn, nimmt Ewald sein Handy, zieht seine Hausschuhe an, dabei überredet er mich, den Koffer doch im Zimmer zu lassen und dann schleichen wir 5 Zimmer weiter. Hm? Ist das weit genug weg, falls es doch noch irgendein Unglück gibt? Mach dir keine Gedanken, versuch zu schlafen. Na gut. Vorerst bleibt es beim Versuch und es ist sicher schon 4 Uhr Früh, bis ich endlich in einen unruhigen Schlaf falle.

 

Donnerstag, 13. August 2020

Super, alles scheint normal zu sein, das ist mein erster Gedanke nach dem Erwachen. Wir nehmen unsere Paar Sachen und gehen bekleidet mit Pyjama bzw. Nachthemd zurück in unser Zimmer. Das Geräusch ist weg, dafür ist es erbarmungslos warm im Zimmer, sicher über 30 Grad.

 

Ist eh der letzte Tag und ich bin froh darüber. Das Frühstück fällt schneller und kleiner aus als geplant, die Koffer sind schon gepackt und so können wir direkt auschecken. Hat alles gepasst? fragt eine junge Dame an der Rezeption. Ja, da war halt nur die Sache mit der Kühlung, die uns in der letzten Nacht dann auch noch den Schlaf geraubt hat, gibt ihr Ewald zur Antwort. Ja, davon habe ich gehört und es tut mir leid. Davon habe ich leider nichts, sage ich leise im Hintergrund und wenig amüsiert. Schlussendlich ist alles gesagt, die Höflichkeit wurde dabei gewahrt und als kleine Entschuldigung gibt es eine Halbflasche Sekt.

 

Wir bringen das Gepäck zum Auto und los geht’s, ich freu mich auf Zuhause.

In einigen Tagen sind wir allerdings schon wieder unterwegs. Mein Geburtstag nähert sich und einige von euch wissen ja schon, wir haben zu diesem Anlass ein Zimmer in der Seevilla in St. Wolfgang reserviert.

Kommt wieder mit, wird sicher ein besonders schönes Wochenende.

 

Bis bald.

Eure Rena

Bisherige Erlebnisse im Loisium Langenlois

Wachau - Marille - Loisium – eine logische Schlussfolgerung

 

Unsere Marmeladevorräte sind längst aufgebraucht, aber zum Glück sind die ersten Marillen in der Wachau eh schon gereift und wir wollen uns endlich wieder mal Zeit nehmen, um diese süßen Früchte direkt vom Bauern zu kaufen. Die Wetterprognose passt voraussichtlich auch, im Loisium in Langenlois gibt es noch ein freies Zimmer, … es kann los gehen.

 

Ab Pöchlarn fahren wir auf der Bundesstraße, besuchen Melk … und schau mal … angeblich gibt es hier die besten Schaumrollen … hm? Sehr mutige Aussage, sehr subjektiv. Für mich gibt es die besten Schaumrollen nach wie vor in Mautern und auf die freue ich mich schon. Ich kann die süße Alternative aus Melk nicht einmal versuchen – Dienstag geschlossen. Schade.

 

Dafür präsentiert sich die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Melk schön renoviert und der kurze Spaziergang zur Schiffsanlegestelle tut richtig gut. Auf einem Felsen über der Stadt thront Stift Melk - ein eindrucksvolles Bild.

 

Auch für Krems nehmen wir uns Zeit, dort will ich unbedingt die neue Landesgalerie NÖ sehen. Ein Gewitter braut sich zusammen, wir sollten keine Zeit mehr verlieren. Super, Karikaturmuseum, Landesgalerie … ich finde diese Gebäudeensemble sehr gelungen. Schnell ein paar Fotos, bevor uns der Regen vertreibt.

 

Im LOISIUM Wine & Spa Hotel Langenlois ist das Zimmer noch nicht ganz fertig, aber wir werden freundlich begrüßt und zu Kuchen eingeladen. Das Haus weckt unterschiedlichste Erinnerungen in mir, ich fühle mich aber gleich wieder wohl und die Erholung beginnt.

 

Die Zimmer sind großzügig gestaltet … hm? … liegt es an meinem Alter, dass ich das Einsteigen in die Wanne zum Duschen heute nicht so angenehm finde? Gibt es überhaupt Zimmer mit Dusche? Da muss ich mich noch erkundigen.

 

Das Abendessen nehmen wir im Hotelrestaurant ein. Die Auswahl ist überschaubar, die Gerichte raffiniert und die Damen und Herren, die sich um unser Wohl bemühen, sind sehr zuvorkommend, aufmerksam und kompetent. Ein Abendspaziergang und ein Schlummertrunk im Anschluss tun gut.

 

Die Sonne lacht schon beim Frühstück, ich freu mich auf den Hotelgarten beim Pool, die Schaukel, den Schwimmteich, … alles direkt bei bzw. schon fast in den Weingärten … der Mittwoch beginnt gut, bleibt gut und endet perfekt mit dem Essen im Gasthaus Gutmann in Zöbing, Top-Wirt-Aufsteiger 2018 der Niederösterreichischen Wirtshauskultur. Gemütlicher Gastgarten, neu gestaltetes Gastzimmer, … mehr als empfehlenswert.

 

Viel zu schnell ist die Zeit verflogen. Kulinarische Highlights, traumhafte Landschaft, … Hotel, Wetter, Marillen, Schaumrollen – ein wirklich geglücktes Arrangement. Ich freu mich auf den nächsten Besuch in Langenlois … und dann auf die Kellergasse.

 

Einen wunderschönen Sommer wünsche ich euch.

 

Alles Liebe

Eure Rena

 

Juli 2019

Loisium – ins Zeug gelegt

 

Langsam reicht mir die Hitze, nicht einmal im Urlaub auf Usedom war es kühl und angenehm. Die nächsten Relaxtage im Reiters in Bad Tatzmannsdorf sind gebucht, daher muss jetzt eine gute Alternative her .... und was habe ich kürzlich gelesen? Loisium in LangenloisWir haben uns für Sie ins Zeug gelegt. Na das will ich sehen.

Nachdem bei anderen spontanen Ideen fürs Wochenende oft alle Zimmer im Loisium ausgebucht waren, habe ich kaum Hoffnung, dass einen Abstecher ins LOISIUM Wine & Spa Resort Langenlois im Kamptal buchungstechnisch möglich ist. Das Designerhotel kennen wir von unterschiedlichsten Anlässen und Besuchen, das Ambiente gefällt uns, Kulinarik passt auch perfekt, also checken wir mal die Buchungslage und tatsächlich – 1 Zimmer ist noch frei. Super, das gehört fürs kommende Wochenende uns.

 

1 knappe Stunde Autofahrt und schon parken wir vorm Hotel ein. Freundliche Begrüßung, Zimmer ist auch schon fertig – perfekt. Wir finden 2 gemütliche Liegen am Schwimmteich und schon kann das Wochenende losgehen – mmmmh.  Herrlich!! Und das Beste – es ist sehr ruhig und das brauche ich ebenso wie Abkühlung. Die paar Kinder, ich glaube, ich habe insgesamt 4 Kids gesehen, merkt man überhaupt nicht und fast tun sie mir leid – das Gästeangebot ist in erster Linie für Seminare und Erwachsene ausgerichtet.

 

Bei der telefonischen Buchung wurden wir bereits freundlich hingewiesen, dass das Restaurant am Freitagabend schon gut gebucht ist und wir bei Interesse schnell reservieren sollten. Wir verfolgen aber unseren eigenen Plan, reservieren einen Tisch für Samstag im Hotelrestaurant und entscheiden uns für ein freitägliches Abendessen im Heurigenhof Bründlmayer, der nur wenige Gehminuten vom Loisium entfernt liegt.

 

Der Hunger ist eh schon groß und wir freuen uns drauf. Im verwachsenen Innenhof sind die Tische liebevoll gedeckt und gleich zu Beginn gibt’s wunderbares Bründlmayer Traubenkern-Brot & Traubenkern-Öl. Gerne lassen wir uns von den Köstlichkeiten, die zusätzlich zum Gedeck angeboten werden, verführen. Eigentlich wäre das schon ausreichend, aber die Verlockungen der Karte sind zu groß und wir „schlagen ordentlich zu“. Die Weinbegleitung ist 1A, was Ewald weit mehr zu schätzen weiß als ich, weil ich halt keine Weintrinkerin bin.

 

Es war nicht gerade ein günstiger Abend und noch wissen wir nicht, dass das Traubenkern-Öl für uns nicht so gut verträglich ist. In der sternenklaren lauen Nacht spazieren wir zurück ins Hotel.

 

Schöner Tag, schöner Abend.

 

Am Samstag wollen wir so rasch als möglich in den Kittenberger Erlebnisgärten sein. Ich hoffe, dass es noch kühler ist und wir den Tag gemütlich und angenehm genießen können. Ich hab von diesen Gärten im Internet gelesen, kann mir wenig darunter vorstellen, merke aber, dass im privaten Umfeld einige besser darüber informiert und davon begeistert sind. Wir erkundigen uns sicherheitshalber noch an der Rezeption und dort zeigen sich die Damen sehr aufmerksam – wir bekommen eine Gästekarte für prozentuelle Ermäßigung der Eintrittskarten für die Kittenberger Gärten.

 

Das kann nicht stimmen, denke wir beide, während wir den Beschreibungen unseres Navis folgen. Der Weg, die Straße (noch fahren wir auf Asphalt) wird immer enger, rechts und links streifen Sträucher an unserem Auto. Bei der nächsten Möglichkeit versuchen wir, auf eine normale Landstraße zu gelangen und schnell wird die Straße wieder breiter und schlängelt sich durch die weinbewachsenen Hügel ins ca. 6 km entfernte Schiltern. Später bemerken wir, dass der ursprüngliche Weg schon richtig gewesen wäre, halt eine kleine Abkürzung.

 

Riesiger Parkplatz und schon sind wir mittendrinnen im Gartenparadies und was sich hier für uns eröffnet, hätten wir nicht gedacht – Erlebnisgärten mit Modelleisenbahnen, Abenteuergarten für Kids, Themengärten, die weltgrößte Kräuterspirale mit dem Kräuter A-Z-Weg in eine und dem Weh-Wehchen-Weg in die andere Richtung mit zahlreichen Infotafeln über die Kräuter und die einzelne Leiden. Wir sind fasziniert und interessiert, besuchen die nummerierten Stationen lt. Plan und verbringen mehr als 2 Stunden auf diesem Areal, dem die wochenlange Trockenheit auch schon sichtlich zu schaffen macht. Beratungen zur Gartengestaltung werden angeboten, aber nach unserer Besichtigungstour sehnen wir uns nur noch nach Abkühlung und fahren auf schöner breiter Straße zurück ins Hotel.

 

Wieder verleben wir dort einen sehr entspannten Nachmittag und genießen das Abendessen im Hotelrestaurant. Auch Praktikanten und junge Mitarbeiter bekommen im Hotel ihre Chance und können sich dort beweisen ... die Unerfahrenheit ist sympathisch und führt manchmal zu Situationen, die uns schmunzeln lassen. Alles sind sehr bemüht, Essen und Weinbegleitung bis auf Kleinigkeiten top.

 

Wir haben alles richtig gemacht mit dem kurzen Abstecher in die hügelige Landschaft der Weinregion Kamptal.

 

Am Weg nach Hause ziehen mich die konkurrenzlosen Schaumrollen aus dem Café Maria in Mautern nahezu magnetisch an – mmmmh.

 

48 Stunden und fühle mich richtig gut erholt und zufrieden. Wahrscheinlich bestätigt das auch die Waage, aber das wird schon wieder ?

 

So eine sommerliche Wochenendgestaltung kann ich wirklich empfehlen. Ich glaube sogar, dass mich die Gärten zu einer anderen Jahreszeit auch nochmal sehen werden … vielleicht treffen wir zufällig aufeinander …

 

Ich freu mich.

Bis bald.

 

Alles Liebe

Eure Rena

 

August 2018

 

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© Rena Hackl | 4320 Perg | mail@renahackl.at | foto@renahackl.at