Wachau - Marille - Loisium – eine logische Schlussfolgerung

 

Unsere Marmeladevorräte sind längst aufgebraucht, aber zum Glück sind die ersten Marillen in der Wachau eh schon gereift und wir wollen uns endlich wieder mal Zeit nehmen, um diese süßen Früchte direkt vom Bauern zu kaufen. Die Wetterprognose passt voraussichtlich auch, im Loisium in Langenlois gibt es noch ein freies Zimmer, … es kann los gehen.

 

Ab Pöchlarn fahren wir auf der Bundesstraße, besuchen Melk … und schau mal … angeblich gibt es hier die besten Schaumrollen … hm? Sehr mutige Aussage, sehr subjektiv. Für mich gibt es die besten Schaumrollen nach wie vor in Mautern und auf die freue ich mich schon. Ich kann die süße Alternative aus Melk nicht einmal versuchen – Dienstag geschlossen. Schade.

 

Dafür präsentiert sich die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Melk schön renoviert und der kurze Spaziergang zur Schiffsanlegestelle tut richtig gut. Auf einem Felsen über der Stadt thront Stift Melk - ein eindrucksvolles Bild.

 

Auch für Krems nehmen wir uns Zeit, dort will ich unbedingt die neue Landesgalerie NÖ sehen. Ein Gewitter braut sich zusammen, wir sollten keine Zeit mehr verlieren. Super, Karikaturmuseum, Landesgalerie … ich finde diese Gebäudeensemble sehr gelungen. Schnell ein paar Fotos, bevor uns der Regen vertreibt.

 

Im LOISIUM Wine & Spa Hotel Langenlois ist das Zimmer noch nicht ganz fertig, aber wir werden freundlich begrüßt und zu Kuchen eingeladen. Das Haus weckt unterschiedlichste Erinnerungen in mir, ich fühle mich aber gleich wieder wohl und die Erholung beginnt.

 

Die Zimmer sind großzügig gestaltet … hm? … liegt es an meinem Alter, dass ich das Einsteigen in die Wanne zum Duschen heute nicht so angenehm finde? Gibt es überhaupt Zimmer mit Dusche? Da muss ich mich noch erkundigen.

 

Das Abendessen nehmen wir im Hotelrestaurant ein. Die Auswahl ist überschaubar, die Gerichte raffiniert und die Damen und Herren, die sich um unser Wohl bemühen, sind sehr zuvorkommend, aufmerksam und kompetent. Ein Abendspaziergang und ein Schlummertrunk im Anschluss tun gut.

 

Die Sonne lacht schon beim Frühstück, ich freu mich auf den Hotelgarten beim Pool, die Schaukel, den Schwimmteich, … alles direkt bei bzw. schon fast in den Weingärten … der Mittwoch beginnt gut, bleibt gut und endet perfekt mit dem Essen im Gasthaus Gutmann in Zöbing, Top-Wirt-Aufsteiger 2018 der Niederösterreichischen Wirtshauskultur. Gemütlicher Gastgarten, neu gestaltetes Gastzimmer, … mehr als empfehlenswert.

 

Viel zu schnell ist die Zeit verflogen. Kulinarische Highlights, traumhafte Landschaft, … Hotel, Wetter, Marillen, Schaumrollen – ein wirklich geglücktes Arrangement. Ich freu mich auf den nächsten Besuch in Langenlois … und dann auf die Kellergasse.

 

Einen wunderschönen Sommer wünsche ich euch.

 

Alles Liebe

Eure Rena

 

Juli 2019

Loisium – ins Zeug gelegt

 

Langsam reicht mir die Hitze, nicht einmal im Urlaub auf Usedom war es kühl und angenehm. Die nächsten Relaxtage im Reiters in Bad Tatzmannsdorf sind gebucht, daher muss jetzt eine gute Alternative her .... und was habe ich kürzlich gelesen? Loisium in LangenloisWir haben uns für Sie ins Zeug gelegt. Na das will ich sehen.

Nachdem bei anderen spontanen Ideen fürs Wochenende oft alle Zimmer im Loisium ausgebucht waren, habe ich kaum Hoffnung, dass einen Abstecher ins LOISIUM Wine & Spa Resort Langenlois im Kamptal buchungstechnisch möglich ist. Das Designerhotel kennen wir von unterschiedlichsten Anlässen und Besuchen, das Ambiente gefällt uns, Kulinarik passt auch perfekt, also checken wir mal die Buchungslage und tatsächlich – 1 Zimmer ist noch frei. Super, das gehört fürs kommende Wochenende uns.

 

1 knappe Stunde Autofahrt und schon parken wir vorm Hotel ein. Freundliche Begrüßung, Zimmer ist auch schon fertig – perfekt. Wir finden 2 gemütliche Liegen am Schwimmteich und schon kann das Wochenende losgehen – mmmmh.  Herrlich!! Und das Beste – es ist sehr ruhig und das brauche ich ebenso wie Abkühlung. Die paar Kinder, ich glaube, ich habe insgesamt 4 Kids gesehen, merkt man überhaupt nicht und fast tun sie mir leid – das Gästeangebot ist in erster Linie für Seminare und Erwachsene ausgerichtet.

 

Bei der telefonischen Buchung wurden wir bereits freundlich hingewiesen, dass das Restaurant am Freitagabend schon gut gebucht ist und wir bei Interesse schnell reservieren sollten. Wir verfolgen aber unseren eigenen Plan, reservieren einen Tisch für Samstag im Hotelrestaurant und entscheiden uns für ein freitägliches Abendessen im Heurigenhof Bründlmayer, der nur wenige Gehminuten vom Loisium entfernt liegt.

 

Der Hunger ist eh schon groß und wir freuen uns drauf. Im verwachsenen Innenhof sind die Tische liebevoll gedeckt und gleich zu Beginn gibt’s wunderbares Bründlmayer Traubenkern-Brot & Traubenkern-Öl. Gerne lassen wir uns von den Köstlichkeiten, die zusätzlich zum Gedeck angeboten werden, verführen. Eigentlich wäre das schon ausreichend, aber die Verlockungen der Karte sind zu groß und wir „schlagen ordentlich zu“. Die Weinbegleitung ist 1A, was Ewald weit mehr zu schätzen weiß als ich, weil ich halt keine Weintrinkerin bin.

 

Es war nicht gerade ein günstiger Abend und noch wissen wir nicht, dass das Traubenkern-Öl für uns nicht so gut verträglich ist. In der sternenklaren lauen Nacht spazieren wir zurück ins Hotel.

 

Schöner Tag, schöner Abend.

 

Am Samstag wollen wir so rasch als möglich in den Kittenberger Erlebnisgärten sein. Ich hoffe, dass es noch kühler ist und wir den Tag gemütlich und angenehm genießen können. Ich hab von diesen Gärten im Internet gelesen, kann mir wenig darunter vorstellen, merke aber, dass im privaten Umfeld einige besser darüber informiert und davon begeistert sind. Wir erkundigen uns sicherheitshalber noch an der Rezeption und dort zeigen sich die Damen sehr aufmerksam – wir bekommen eine Gästekarte für prozentuelle Ermäßigung der Eintrittskarten für die Kittenberger Gärten.

 

Das kann nicht stimmen, denke wir beide, während wir den Beschreibungen unseres Navis folgen. Der Weg, die Straße (noch fahren wir auf Asphalt) wird immer enger, rechts und links streifen Sträucher an unserem Auto. Bei der nächsten Möglichkeit versuchen wir, auf eine normale Landstraße zu gelangen und schnell wird die Straße wieder breiter und schlängelt sich durch die weinbewachsenen Hügel ins ca. 6 km entfernte Schiltern. Später bemerken wir, dass der ursprüngliche Weg schon richtig gewesen wäre, halt eine kleine Abkürzung.

 

Riesiger Parkplatz und schon sind wir mittendrinnen im Gartenparadies und was sich hier für uns eröffnet, hätten wir nicht gedacht – Erlebnisgärten mit Modelleisenbahnen, Abenteuergarten für Kids, Themengärten, die weltgrößte Kräuterspirale mit dem Kräuter A-Z-Weg in eine und dem Weh-Wehchen-Weg in die andere Richtung mit zahlreichen Infotafeln über die Kräuter und die einzelne Leiden. Wir sind fasziniert und interessiert, besuchen die nummerierten Stationen lt. Plan und verbringen mehr als 2 Stunden auf diesem Areal, dem die wochenlange Trockenheit auch schon sichtlich zu schaffen macht. Beratungen zur Gartengestaltung werden angeboten, aber nach unserer Besichtigungstour sehnen wir uns nur noch nach Abkühlung und fahren auf schöner breiter Straße zurück ins Hotel.

 

Wieder verleben wir dort einen sehr entspannten Nachmittag und genießen das Abendessen im Hotelrestaurant. Auch Praktikanten und junge Mitarbeiter bekommen im Hotel ihre Chance und können sich dort beweisen ... die Unerfahrenheit ist sympathisch und führt manchmal zu Situationen, die uns schmunzeln lassen. Alles sind sehr bemüht, Essen und Weinbegleitung bis auf Kleinigkeiten top.

 

Wir haben alles richtig gemacht mit dem kurzen Abstecher in die hügelige Landschaft der Weinregion Kamptal.

 

Am Weg nach Hause ziehen mich die konkurrenzlosen Schaumrollen aus dem Café Maria in Mautern nahezu magnetisch an – mmmmh.

 

48 Stunden und fühle mich richtig gut erholt und zufrieden. Wahrscheinlich bestätigt das auch die Waage, aber das wird schon wieder ?

 

So eine sommerliche Wochenendgestaltung kann ich wirklich empfehlen. Ich glaube sogar, dass mich die Gärten zu einer anderen Jahreszeit auch nochmal sehen werden … vielleicht treffen wir zufällig aufeinander …

 

Ich freu mich.

Bis bald.

 

Alles Liebe

Eure Rena

 

August 2018

 

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© Rena Hackl | 4320 Perg | mail@renahackl.at | foto@renahackl.at