Zürich - Stadt am Wasser

 

Zürich, eine Stadt, die mir einerseits aus bisherigen Besuchen sympathisch ist, aber gerade in letzter Zeit mein Leben unbewusst beeinflusst hat und das war manchmal fast schwierig.

 

Höchste Zeit, dass ich mir die Stadt, ein wichtiges wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der Schweiz, einmal genauer ansehe. In Summe habe ich 24 Stunden Zeit dafür. Leider bin ich genau jetzt nicht ganz fit, aber es wird schon gehen. Die Hälfte der Zeit bin ich alleine unterwegs und daher kann ich Tempo und die Ziele alleine bestimmen.

 

24 Stunden Zürich

Der Flug von Wien nach Zürich hätte nicht schöner sein können. Herrlichstes Wetter, keine Verspätungen – optimal. Auch das Ankunftsgate liegt so nahe, dass wir die gewünschte S-Bahn locker erreichen können.

 

Ewald ist im Büro und ich orientiere mich. Das Hotel Opera liegt sehr gut ganz in der Nähe des Sees und unmittelbar am Beginn der Altstadt. Schon beim Check-In fühle ich mich willkommen. Die Mitarbeiter sind besonders gastfreundlich und die Bemühungen für einen gelungenen Aufenthalt sind mehr als spürbar. Vielen Dank dafür. Im Zimmer habe ich einen sehr schönen Ausblick auf den See, der mich automatisch in seinen Bann zieht.

 

Tja, wie nutze ich meine Zeit am besten? Heute will ich wirklich nur das tun, worauf ich Lust habe, mich einfach treiben lassen, ohne vorgegebenen Routen zu folgen. Heute ist das Bauchgefühl mein Reiseleiter.

 

Unnatürlich heiß ist es. Ich schlendere am Seeufer entlang und ändere in Höhe Bellevueplatz den Weg Richtung Altstadt. Kinder haben hier Spaß mit den Wasserspielen. Für mich ein optimaler Ort für eine kleine Pause im Schatten. Auch wenn ich mich etwas schlapp fühle, die Neugierde lässt mich nicht lange ausruhen – die Stadt ruft.  Ich bummle durch die engen Gassen, freu mich über nett arrangierte Kleinigkeiten entlang der Geschäfte und auch, dass ich mir für alles so viel Zeit nehmen kann, wie ich das möchte. Ein Tag zum Genießen. Blauer Himmel, eine Stadt, die für mich Ruhe ausstrahlt und nicht von Hektik zerfressen wird. Es ist Mittagszeit. Banker im Anzug sitzen leger am Limmatquai bei einer Box Sushi. Auch Treppen scheinen eine beliebte Pausen-Location zu sein – finde ich super, kenne ich von Wien in der Art eigentlich nicht. Eine Dame, die ebenfalls am Flussufer ihre Mittagspause verbringt, wehrt erfolgreich die frechen Flirtversuche eines Schwans ab.

Diese kleinen Erlebnisse stimmen mich fröhlich, ich spaziere gut gelaunt über die Münsterbrücke, vorbei am Frauenbad und über die Quaibrücke zurück ins Hotel.

 

Am Abend treffe ich Ewald und sein Team zum Abendessen im Restaurant CLOUDS. Es wird etwas Besonderes sein. Das Restaurant liegt im Westen der Stadt, im 35. Stock des neuen Wahrzeichens Zürichs, dem Prime Tower (126 m hoch, 36 Stockwerke).

Der Stadtteil neben dem Bahnhof Hardbrücke liegt aktuell voll im Trend und ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen.

 

Wow! Beim Eintreten ins Restaurant fällt sofort die grandiose Aussicht auf. So emotionslos kann man gar nicht sein, dass man davon nicht begeistert ist. Handys werden gezückt und die ersten Bilder sind gemacht … Dank Ewald und der gastfreundlichen Mitarbeiter darf ich direkt am Fenster sitzen :-)

Das Essen ist sehr schmackhaft, die Zeit zwischen den einzelnen Gängen leider viel zu lange. Das Personal ist sehr aufmerksam, aber das alles spielt eine Nebenrolle. Der Grund für unseren Besuch im CLOUDS ist sehr persönlich und emotional und rührt mich sehr. Die Wartezeit auf die nächste Speise ist daher fast kein Thema. Der Abend verfliegt bei angeregten Gesprächen im Nu und durch die optimale öffentliche Anbindung sind wir schnell retour im Hotel.

 

Gut haben wir geschlafen. Die Sonne lässt kein Trödeln zu – ab geht’s in die Stadt. Heute will ich Ewald all die schönen Dinge von meinem gestrigen Spaziergang zeigen und es stellt sich heraus, dass ich instinktiv der vorgegebenen Route aus dem Reiseführer gefolgt bin. Egal. Wir schlendern also wieder zum Grossmünster, dem Rindermarkt und der Prediger-Kirche, aber heute bis zum Hauptbahnhof und dann natürlich entlang der Bahnhofstraße, retour zum See und damit zum Hotel. Die Bahnhofstraße in Zürich ist größtenteils Fußgängerzone und international als eine der teuersten und exklusivsten Einkaufsstraßen der Welt bekannt.

 

Die gemeinsamen Stunden gestalten wir sehr gemütlich. Da eine kleine Erfrischung, dort ein kleiner Espresso, dabei Leute beobachten, Seele baumeln lassen, … genießen. Mittagessen vielleicht im Restaurant Sprüngli? Leider haben wir ohne Tischreservierung keine Chance. Macht nichts. Wir entdecken am Münzplatz ein gemütliches Restaurant. Spricht die Kellnerin im Restaurant Zunfthaus zur Waag österreichischen Dialekt? Ja, sagt sie und wir kommen drauf, sie ist in unserem Heimatbezirk aufgewachsen und und und … witziger Zufall.

 

Schwül ist es und wir bringen unseren Kreislauf bei Kaffee und Kuchen im Café Sprüngli wieder in Schwung, bevor es schon wieder zum Flughafen und damit nach Hause geht.

 

Ein herrenloser Koffer verzögert leider unseren Abflug um ca. 1 Stunde, die wir angeschnallt in der Maschine verbringen müssen.  Aber das kann unseren Kurztrip nicht trüben. Sehr schön war es. Ich habe den besten Eindruck von der Stadt, Ewalds Firma, seinen Kollegen und Mitarbeitern gewinnen können … Vielen Dank. Wir sehen uns hoffentlich bald wieder. Die Grand Tour of Switzerland reizt uns sehr, Infomaterial ist bereits bestellt und die Planung kann beginnen …

 

Danke für alles und liebe Grüße aus Österreich

Eure Rena

 

September 2018

 

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© Rena Hackl | 4320 Perg | mail@renahackl.at | foto@renahackl.at