Ruhe und frische Luft auf Usedom

 

Man hat Ruhe und frische Luft und diese beiden Dinge wirken wie Wunder und erfüllen Nerven, Blut und Lungen mit einer stillen Wonne. Das schrieb Theodor Fontane 1863 auf Usedom an seine Frau Emilie.

 

12. August 2018

 

... dazu Abkühlung, frische Fische, Meeresrauschen und viele Strandkörbe ...

Danach stand uns der Sinn, als wir unseren Urlaub auf Usedom gebucht haben. 

 

Interessant ist, dass es Direktflüge von Österreich nach Usedom derzeit nur von Linz aus gibt.

 

Kaiser Franz Joseph I. hat die 445 km² große Insel ebenso geschätzt wie Theo Lingen und viele andere auch…. Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands und gehört angeblich zu den sonnigsten Urlaubsregionen Deutschlands.

 

Versprochen werden auch

  • 40 km Strände,
  • idyllische Fischerdörfer,
  • ein Paradies für Naturliebhaber,
  • große Seebäder aus dem vorigen Jahrhundert,
  • liebevoll restaurierte Villen, harmonisch in die Dünenlandschaft eingebettet,
  • Promenaden, die zum Flanieren, Schlemmen und Shoppen einladen.

Wir haben die Zeit vom 3.-8. August 2018 in einem der 3 Kaiserbäder, in Ahlbeck verbracht.

 

SEEHEILBAD AHLBECK

Fischer, die vom Fischreichtum (v.a. Aale) im Aalbach angezogen wurden, siedelten sich hier an und machten das ehemalige Fischerdorf zum Kaiserbad. Wahrzeichen des Ortes ist die Seebrücke mit ihren 4 Türmchen aus dem Jahr 1898.

 

SEEHEILBAD BANSIN

Das kleinste und jüngste der Kaiserbäder haben wir nicht besucht.

 

SEEHEILBAD HERINGSDORF 

Das noble Modebad wurde 1879 offiziell zum Seebad ernannt. 1958 wurde die Seebrücke bei einem Brand völlig zerstört. 1995 entstand mit 508 m Länge die längste Seebrücke Deutschlands mit Geschäften und Restaurants.

 

Usedom - was ist hier typisch?

  • Bernstein
  • Sanddorn
  • Räucherfische
  • Strandkörbe
  • Keramik

Aber jetzt geht's los mit meinen subjektiven Erlebnissen. Vielleicht planst auch du eine Reise an die Ostsee und bist froh über die eine oder andere Information. 

 

Ich freu mich, wenn dich unsere Geschichte interessiert, wenn du deine Fragen an mich schickst oder einfach nur Feedback gibst.

 

Viel Freude beim Lesen.

Eure Rena

 

Sonneninsel der Kontraste

Mein Usedom

17. Juli 2017

Ich rieche nahezu schon die salzige Luft, die köstlichen Fischbrötchen und den Duft des Räucheraals ... Heute hole ich die Reiseunterlagen ab und in Gedanken bin ich schon an der Ostsee. Die Vorfreude steigt ... Witzigerweise habe ich heute einen aufblasbaren Wasserball geschenkt bekommen ... könnte nicht besser passen. Ich freu mich.

 

Ulf von Minkwitz hat in seinem Gedicht Mein Usedom folgende Zeilen geschrieben.

 

Jeden Sommer zieht‘s mich her,
Sonne, Sand, rauschendes Meer.

 

Achterwasser - verträumtes Land,
Kaiserbäder mit weißem Strand.

 

Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin -
bis nach Swinemünde hin.

 

Wandern durch der Dünen Breite -
Meeres Duft von Wasser‘s Seite.

 

Sehen und gesehen werden -
s‘ist ein schöner Platz auf Erden.

 

Gern komm‘ ich immer wieder her!
Nach Usedom seh‘n ich mich sehr!

 

Ich fürchte, dieser Virus habe ich mir schon vor Jahren eingefangen, aber ich kann sehr gut damit leben ;-)

 

Komm mit nach Usedom. Begleite uns mit meinem Blog.

 

Bis bald.

Eure Rena 

 

Da tut sich ja was auf Usedom

24. Jul 2018

Der Veranstaltungskalender der Kaiserbäder verspricht buntes Programm und das reicht von geführten Wanderungen durch die einzelnen Inselorte über märchenhafte Theatervorstellungen. In Heringsdorf finden die Kaisertage statt. Ich bin schon neugierig. Es gibt Einiges zu tun und Langeweile hat keine Chance.

 

Momentan beschäftigt mich die Transferfrage in Österreich. Die Zug-Bus-Verbindung wäre wirklich eine gute Option und ich könnte den Urlaub relaxt beginnen. Ewald plädiert natürlich für die Fahrt mit dem Auto. Wer wird sich durchsetzen? Ich fürchte, ich weiß es schon.

 

Bleibt dran.... bald mehr.

Habt eine schöne Zeit.

Eure Rena

 

2 Stunden 10 Minuten – schnell geht’s …

2. Aug 2018

… von unserer Wohnung in Wien mit den Öffis zum Flughafen Linz Hörsching. Auch diese optimale Verbindung war ein Argument für die Anreise mit dem Zug und ich freu mich sehr über diese Entscheidung. Ich hätte allerdings dagegen gewettet ? Danke an unsere lieben Freunde, die sich auch in unterschiedlichster Art und Weise für den Transfer zur Verfügung gestellt hätten ? und Danke an die Fa. Falkner - die neuen Brillen sind rechtzeitig angekommen ?

 

Jetzt kann es wirklich losgehen und ich freu mich bzw. hoffe auf etwas Abkühlung an der Ostsee. Die Wetterprognosen sind differenziert und ich darf mit angenehmen Temperaturen rechnen.

 

Ich pack jetzt meinen Koffer und wünsche auch euch ein angenehmes Plätzchen zum Erholen.

 

Bis bald.

Eure Rena

 

Kommentar

Wegerer Monika schrieb

Hallo liebe Rena! Wünsche euch eine angenehme Anreise und ich bin schon sehr gespannt auf eure Berichte!!!☺Alles Gute für eure Reise!!!

 

Hart, aber herzlich willkommen

3. Aug 2018

Moin, moin aus Usedom. Nein, für diesen Gruß muss es nicht in der Früh sein, der gilt den ganzen Tag und den hört man in Norddeutschland immer wieder.

 

Die Anreise mit der Westbahn von Wien nach Linz hat perfekt geklappt, auch die kurze Fahrt mit dem Bus zum Flughafen. So gut, dass wir gerne eine Stunde später fahren hätten können. Nach einem angenehmen Flug (1 Std. 25 Minuten) rumpelte es plötzlich unangenehm beim Aufsetzten der kleinen Propellermaschine und schon kam auch die freundliche Begrüßung der Stewardess - Hart, aber herzlich willkommen auf Usedom.

 

Beim Aussteigen merken wir sofort – hier ist es genauso heiß wie daheim.

Die Taxis warten bereits auf die Gäste und die kurze Fahrt durch bewaldetes Gebiet zum Hotel erinnert wieder mal freudig an die Heimat Oberösterreich.

 

Im SEETELHOTEL Ahlbecker Hof werden wir sehr freundlich empfangen. Ein kaiserlich und königlicher Hauch aus vergangenen Zeiten schlägt uns entgegen. Ja, das ist hier so. In den besten Lagen befinden sich halt die ältesten Hotels. Die Rezeptionistin händigt uns unsere Kurkarten aus. Ja, sagt sie, die müssen Sie immer mit dabeihaben. Es gibt Kontrollen und wenn Sie die Karte nicht vorzeigen können, dann müssen Sie mit einer Strafe rechnen. Und wenn ich von irgendwoher nur für einen Tag hierherkomme, was dann? Ja, dann müsste man an einem Automaten die Tagestaxe zahlen, erklärt die Dame. Hm? Wird schon so sein.

 

Durstig sind wir, aber leider fehlt ein entsprechendes Angebot. Der Hausdiener bringt uns, begleitet von Infos zum Haus, in unser Zimmer und auch dort ist es sehr warm. Hier lacht uns dafür eine Flasche Mineralwasser an. Hurra! Aber wo ist der Balkon? Wir packen aus, die Kleiderbügel sind wie immer zu wenig und die WLAN-Zugangsdaten sind an der Rezeption zu erfragen. Na dann machen wir das halt so. Mit dem Internet Surfticket kommt auch die Aussage: Geduld brauchen Sie halt bei uns. Es funktioniert sehr langsam. Super, das kenn ich doch schon. Es stellt sich heraus, dass momentan gar nichts funktioniert. Naja, gehen wir halt mal an den Strand. Wir sehen viel Sand, herrliche Strandkörbe und Leute über Leute. Die derzeitige Hitze auf Usedom ist so ungewöhnlich, dass scheinbar alle, die die Möglichkeit haben, im Meer Erfrischung suchen.

 

Mittlerweile ist es 15 Uhr und heute wollen wir uns nur mit den Örtlichkeiten vertraut machen, Kaffee trinken, … und plötzlich hören wir kurz ein ungewohntes Geräusch … platsch … eine Ladung Vogeldreck hat Ewald erwischt. Auf seinem Polo eine Linie von der Schulter bis zum Gürtel und sogar die Hose hat etwas abbekommen. Ewald kennt den Spruch, der hinter so einem Erlebnis steht und kann sein Glück kaum fassen ?

Er sieht das sehr pragmatisch. Trotzdem gibt’s jetzt vorrangig nur ein Ziel – ins Zimmer, umziehen, Flecken rauswaschen so gut es geht, damit daheim die Überraschung nicht noch größer ist.

 

Irgendwie war das kein optimaler Start in den Urlaub, wir beginnen einen neuen Rundgang, sind leicht genervt von der Hitze und erst ein wunderbares Abendessen in Carl’s Kneipe stimmt uns fröhlicher. Zurück im Hotel sind zusätzliche Kleiderbügel ins Zimmer gebracht worden und ich habe Zugang zu schnellerem Internet bekommen. Vielen herzlichen Dank ?

 

Unser Zimmer liegt direkt an der Uferpromenade und während ich hier meine Erlebnisse zusammenfasse, spielt vor dem Fenster klassische Musik, eine nette Hausdame bringt noch kleine Säckchen Fruchtgummis zum Einschlafen ... Zufrieden und glücklich kann ich jetzt ins Bett fallen. Wir sind beide müde nach dem langen Tag.

 

Gute Nacht.

Bis morgen

Eure Rena

 

 

Kommentar

Sis schrieb

sieht wunderschön aus.
Viel Spaß und Glück (welches euch der Vogel bereits angekündigt hat) :-)!
Schönen Aufenthalt noch!
LG Sis.

 

Das hab ich nicht gebucht!!!

5. Aug 2018

Leider - dieses WLAN auf der Insel lässt mich meinen Bericht erst heute hochladen. Na gut - hier also unsere Samstag-Erlebnisse.

 

4. August 2018

Ja, wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Stimmt. Und ich erzähl heute, dass keiner voraussetzen darf, dass immer alles nach Wunsch läuft, auch nicht bei uns.

 

Vielleicht erinnerst du dich? Ich habe mich auf Abkühlung gefreut. Die Hitze ist der erste Punkt, den ich definitiv nicht wollte und nicht gebucht hätte. Na gut, da kann keiner was dafür und keiner kann es ändern.

 

Der 2. Punkt, den ich wirklich nicht verstehe – was ist uns da eingefallen, als wir dieses Hotel gebucht haben? Ja, es ist gediegen und schön und die Gäste sind sehr gut situiert und schon so mancher Promi oder sogar Königliche Hoheit ist hier abgestiegen. Aber wir??? Wir mögen moderne Hotels, zweckmäßig, luftig und hell, aber wir brauchen keine 2 Kronleuchter im Zimmer, das die Größe eines Doppelzimmers hat und uns als Junior Suite verkauft wurde (ja, ein bisschen Luxus darfs schon sein). Auch im Bad brauche ich keine übertriebene Deckenleuchte. Wo ist die Liegewiese? Wo ist der Balkon? Es gibt doch nichts Schöneres, als in der Früh oder am Abend am Balkon zu chillen …. Stattdessen singt und spielt heute eine Pop-Rock-Band ihre Songs scheinbar direkt unter unserem Fenster und trifft mit den Songs gar nicht unseren Geschmack. Schlimm, dass das sicher wieder gesamte 2 Stunden dauert. Was solls? Derzeit können wir die Buchung nicht überprüfen und wollen auch keine Zeit damit verschwenden. Wir sehen es sportlich und versuchen mal das Leben der gekrönten Häupter ? Wer hat schon die Möglichkeit?

 

Trotzdem war heute ein schöner Tag. Wir sind der Uferpromenade entlang nach Heringsdorf spaziert. Am Vormittag war es noch bewölkt, aber sehr schwül. Elegante Villen haben wir gesehen, jede Menge Zugänge zum 42 km langen Sandstrand und auch den Automaten für die Tages-Kurtaxe. Ich habe ein Foto für euch gemacht.

 

Heringsdorf ist wahrscheinlich das modänste der Usedomer Seebäder und hat seinen Namen tatsächlich vom Hering. Wahrzeichen der Stadt ist die über 500 Meter lange Seebrücke und wir staunen nicht schlecht, als wir dort neben Restaurants auch schicke Shops finden.

 

Weit interessanter für mich ist aber der größte Standkorb der Welt und ich bin mir ganz sicher – irgendwann habe ich wieder einen ganz normalen Strandkorb ganz für mich. Wünsche darf man ja haben. Vielleicht geht sich ja in den nächsten Tagen ein Besuch in der ortsansässigen Strandkorbfabrik aus. Dort könnte ich ja dann gleich eine Bestellung aufgeben ?

 

Leider ist der Kunstpavillon heute geschlossen. Sehr gerne hätte ich im denkmalgeschützten Gebäude Werke deutscher Künstler gesehen. 

 

Dafür sind derzeit Kaisertage in Heringsdorf und es ist ganz witzig, viele Einheimische in alten Kostümen zu sehen. Auch Musik spielt und für Jung und Alt wird jede Menge geboten.

 

Mittlerweile strahlt auch die Sonne wieder mit voller Kraft und wir beschließen, dass es Zeit ist für den Rückweg und Erfrischungen innerlich und äußerlich. Badegästen können das Meer aktuell bei 21 Grad genießen, was unüblich warm ist.

 

Im Hotel angekommen gibt es etwas später einen Feueralarm, der aber von den Gästen total ignoriert wird. Die Ruhe unserer Zimmernachbarn ist ansteckend und auch wir bleiben gelassen am Zimmer und bereiten uns für das Abendessen vor. Ein Tisch beim Asiaten ist gebucht. Wir freuen uns drauf und stellen fest, dass wir schon lange nicht so gute asiatische Küche genossen haben.

 

Ich wünsche euch ebenfalls eine schöne Zeit und werde euch morgen wieder neue Reiseerlebnisse schildern. Wir haben einen Tagesausflug vorbereitet und freuen uns schon.

 

Bis bald. Eure Rena

 

Kommentare

Sis. schrieb

Sehr interessant! Habe mich gestern am See schon auf den Bericht gefreut!
Die Seen in OÖ machen keinen Spaß mehr, da ist es im Norden Deutschlands bestimmt noch erträglicher!

 

Isabella schrieb

Danke für die tollen Fotos... genau so stellt man sich die Landschaft vor … absolut interessante Reise…wünsche Euch einen schönen Urlaub, und hoffe das wir weiter mit so tollen Fotos und Berichten versorgt werden!

Liebe Grüße aus dem sehr heißen Oberösterreich
☀️☀️☀️

 

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

5. Aug 2018

Ich fürchte, dass ich heute Morgen die Rezeptionistin mit meinem Internet-Problem schon leicht genervt habe. Komisch – den Mitarbeitern war das bis zu meiner Reklamation noch gar nicht aufgefallen, dass der Server total ausgefallen war. Leider gibt es keine wirkliche Lösung dafür.

 

Ich entschuldige mich bei euch für die verzögerten Beiträge und verspreche gleichzeitig, dass ich euch mit diesen Technikthemen nicht länger langweilen werde. Danke für euer Verständnis.

 

Gerade in Deutschland musste ich mich auch in der Vergangenheit schon über dieses Problem ärgern ☹ 

 

Jetzt liegt meine volle Konzentration auf dem heutigen Tagesziel Swinemünde. Um die Stadt, die bis zum 2. Weltkrieg zu Deutschland gehörte, besuchen zu können, fahren wir 1 Stunden mit dem Schiff nach Polen. Der Wind bläst, die Sicht ist klar, wir sitzen an der Anlegestelle und warten ... tja, warten wir halt noch ein paar Minuten ... Weit und breit ist kein Schiff zu sehen. Im Buchungsbüro erfahren wir dann, dass aufgrund des Windes heute keine Fahrt stattfindet. Super, passt irgendwie zu diesem Urlaub.

 

Na gut. Wir haben ja eh Alternativpläne. Ab zum Bahnhof, das  Museum Atelier Otto Niemeyer-Holstein wartet in Lüttenort auf uns. Otto Niemeyer-Holstein (1896-1984), einer der bedeutendsten Maler des deutschen Nachimpressionismus hat sich hier ein kreatives Wohnensemble mit Atelier und Skulpturengarten geschaffen.

 

Die UBB, die Usedomer Bäder Bahn, fährt im Halbstundentakt und ich soll vielleicht gar nicht erwähnen, dass uns der erste Zug wirklich direkt vor der Nase weggefahren ist. Der nächste hatte eine kleine Verspätung und ca. 55 Min später steigen wir in Zempin aus.  Wo sind wir hier? Wohin müssen wir? Die Informationen sind spärlich, zumindest was die Galerie betrifft. Ewald holt in einem Café Hilfe und bekommt sogar brauchbare Auskunft und das ist in dieser Region nicht unbedingt selbstverständlich.

 

1,5 km trennen uns vom Atelier des Künstlers. Zuerst führt der Weg entlang einer Hauptstraße, im Anschluss folgen wir dem Radweg. Dabei müssen wir 2 x die Hauptstraße auf ungeregelten Kreuzungen überqueren - etwas abenteuerlich, aber auch das ist hier so – an Zebrastreifen wurde gespart. Dafür empfängt uns am Ende des Weges das Atelier als wunderbar idyllischer Ort der Ruhe und Stille.

 

Das kleine Areal ist übersichtlich und es gibt nur wenige Besucher. Wir zahlen die Eintrittsgebühr für Garten und Atelier und erfahren, dass im Garten fotografieren erlaubt ist, nicht aber im Inneren des Gebäudes.

 

Das Anwesen wirkt verträumt und ist mit Liebe gestaltet. Nach einer Stunde spazieren wir wieder retour zum Bahnhof und nehmen den Zug zurück nach Ahlbeck. Reguläre Fahrzeit: 45 Minuten.

 

Kosten/Person

  • UBB Hin- und Rückfahrt (Tageskarte): EUR 12,-
  • Eintritt Galerie: EUR 4,-

 

Den ganzen Tag über war es sehr windig und die Höchsttemperatur hat sicher keine 25 Grad erreicht. Uns war das angenehm, vielleicht zu angenehm – der Hals kratzt und beim Abendessen im Freien am Hauptplatz von Ahlbeck war ich mit der Jacke sicher gut beraten.

 

Jetzt hoffe ich, dass der Abend ohne nervige Musikdarbietung verläuft und möglicherweise sehen wir auch das geplante Feuerwerk, das anlässlich der Kaisertage in Heringsdorf stattfinden wird.

 

… und morgen gibt es Swinemünde – Teil 2 ?

 

Das interessiert dich sicher – schau also wieder auf meinen Blog. Erlebe unsere Geschichten mit uns. Ich freu mich, dass du da bist.

 

Liebe Grüße

Rena

 

Kommentare

Sis. schrieb

sehr interessant und die Abkühlung wirkt erfrischend!
... noch einen schönen Aufenthalt!

 

Swinemünde - die Zweite

6. Aug 2018

Guten Morgen, wieder lacht die Sonne vom leicht bewölkten Himmel, der Wind bläst deutlich weniger und die Schifffahrt nach Swinemünde sollte stattfinden können.

 

Tatsächlich, keine widrigen Umstände, wir stehen am Ende der Seebrücke, können schon das Schiff sehen und nebenbei beobachten, wie das Glück heute auf andere fällt. Damit muss man hier wirklich jederzeit rechnen, dass man vom Glück getroffen wird.

 

Ui, so eine Schaukelei auf dem Adler-Schiff und schon fragen die ersten Passagiere nach den Toiletten.

 

Nach ca. 1 Stunde Fahrt haben wir Swinemünde erreicht. Sehr heiß ist es heute. Am Hauptplatz suchen wir uns ein schattiges Plätzchen, beobachten die Leute, dazu trinken wir Kaffee ... sehr lieb, dazu gibts Wasser in einem Gefäß, dass wie ein Eierbecher aussieht. Das Personal ist sehr nett und freundlich. Der junge Kellner schockt uns nur kurz, als er uns die Rechnung für 2 kleine Kaffee, 1 Wasser und ein Stück Haustorte serviert und uns um neunundfünfzig Euro bittet. Wir machen große Augen, was diesmal ihn erstaunt. Schnell ist der Irrtum aufgeklärt, wir zahlen EUR 9,50 + Trinkgeld.

 

Oh, ich merke schon - Herr Ewald schaltet auf Modus „Sehenswürdigkeiten abarbeiten“.

 

Die polnischen Straßennamen sind schwierig zu lesen, aber das wird schon und los geht’s mit einem Besuch in der König-Christus-Kirche. Wie in jedem Urlaub zünden wir eine kleine Kerze an und gedenken damit unseren lieben Verstorbenen. Von der Decke hängt unübersehbar ein Schiffsmodell - das „Vergissmeinnicht“, zu dem es eine nette Geschichte um einen Kapitän und seine Liebe geht. Nach und nach besuchen wir die Highlights der Stadt und kommen schließlich zum Strand. Was wir dort sehen, passt zu unserem bisherigen Eindruck von Swinemünde - bunt, modern, jung und fröhlich. Schon ein deutlicher Unterschied zu den Kaiserbädern.

 

Bernstein, Bratwürste, Mode, Bier - ein Verkaufsstand reiht sich an den nächsten. Wahnsinn, ich hab noch nie so große Bratwürste gesehen ... auch die Architektur hat mich beeindruckt, sowohl die alten, als auch die neuen Gebäude. Kompliment an die Stadtplaner - Lebensqualität ist spürbar und zum Teil sogar südländische Atmosphäre.

 

Langsam werde ich müde und will eigentlich gerne auf die Besichtigung der Forts verzichten, aber ich merke schon - Ewald würde zumindest gerne Fort Aniola, die Engelsburg, sehen. Na gut, Zeit genug haben wir, ich jammere trotzdem vor mich hin, während wir durch den schattigen Kurpark spazieren. Hat sich der Blick auf das Fort gelohnt? Naja, ... ist halt als Sehenswürdigkeit gelistet und wir wollen Musterschüler sein ?

 

Hurra, am Rückweg passieren wir noch das Fischereimuseum und somit haben wir die ToDo-Liste abgearbeitet ? Gerne hätte ich mehr über das Leben in Swinemünde erfahren, Seele baumeln lassen, ... Aber für die kurze Zeit war unser Programm auch sehr o.k. und sportlich. Mit den zurückgelegten Tageskilometern halten wir locker unseren Urlaubsdurchschnitt mit 12 - 15 km täglich.

 

Schön war der kleine Abstecher nach Polen und ich bin angenehm überrascht von der Freundlichkeit, der Ungezwungenheit, überall ist es sehr sauber und die Leute verstehen es scheinbar, gut zu leben und Spaß zu haben.

 

Ich kann einen Ausflug nach Swinemünde wirklich empfehlen. Die Welt entdecken zu dürfen, ist schon eine große Freude ? Auf der Fahrt retour lasse ich die vielen Eindrücke wirken und freu mich auf ein gemütliches Abendessen irgendwo in Ahlbeck.

 

Guten Appetit und liebe Grüße.

Eure Rena

 

Heiß, heißer, Usedom - heute „beachen“ wir, wir gehen an den Strand

7. Aug 2018

Guten Morgen um 5 Uhr Früh. Die Hitze lässt mich nicht schlafen. Auf der Promenade sind schon erste Jogger zu hören, dazu die Vögel, ... Es ist absolut windstill und die Luft, die ins Zimmer kommt, fühlt sich schon warm an. Ich frage mich, was wir heute unternehmen werden. 

 

Schon vor dem Frühstück mache ich einen Spaziergang am Strand ... da und dort ein Jogger, Badegäste, die sich hüllenlos im Meer Abkühlung verschaffen und sieheda ... eine Dame mit 2 Hunden. Die Strände hier sind abgeteilt und so gehört ein Teil den Hunden und deren Besitzern, ein anderer Teil ist für FKK-Fans reserviert, ... Die Hotels haben üblicherweise keine Privatstrände.

 

Der Strandabschnitt, in dem ich mich bewege, sollte hundefrei sein, ... Da hat sich wohl jemand verirrt und es dauert nicht lange höre ich eine heftige Konfrontation zwischen Hundebesitzerin mit Hund und nacktbadenden Herrn ohne Hund. Eigentlich gehören beide nicht in diesen Abschnitt.

 

Verschwinden Sie mit Ihrem Hund, höre ich den Herrn aus dem Wasser schreien. Was erlauben Sie sich? entgegnet die Dame... schlussendlich droht die Hundeliebhaberin dem Badegast, dass sie ihre Hunde auf ihn hetzt. Hilfe, denke ich mir, da muss ich schnell weg .... 

 

Nach dem Frühstück wollen wir es genau wissen. Heiß ist es, für Besichtigungen und Wanderungen eignet sich das Wetter heute definitiv nicht – also ab an den Strand. Wir mieten einen Strandkorb um EUR 8,-/Tag und machen es uns dort bequem. Mmmmh, richtig angenehm ist es in unserem Korb und das bei den Temperaturen. Am Meer weht doch immer eine kleine Brise und das tut gut. Wir sind endlich mittendrin statt nur dabei ?

 

Langweilig kann es in einem Strandkorb wohl nicht werden. Die Leute karren Hab und Gut an den Strand in den Sand, bauen kleine „Vorgärten“ und schon fühlen sie sich wohl in dem riesigen Sandkasten. Es wird flaniert, getratscht, gelesen und geschlafen, Sport betrieben und natürlich Sand gespielt, Burgen gebaut, Kanäle, …. Es ist amüsant dem bunten Treiben zuzusehen und fast habe ich den Eindruck, dass vor allem die Väter viel mehr Spaß an den Sandkübelchen haben als die Kids ?

 

Ein paar Fakten zur Ostsee dürfen an der Stelle auch sein.

Die Ostsee oder auch Baltisches Meer ist ein Binnenmeer, an manchen Stellen bis zu 450 Meter tief. Bemerkenswert ist der Salzgehalt des Meeres. Während Meerwasser durchschnittlich einen Salzanteil von 35 Gramm pro Kilogramm Meerwasser (3,5 %) aufweist (schwankend je nach Meer), beträgt der Salzgehalt in der Ostsee deutlich weniger (max. 2 %)

 

Die Wassertemperaturen an der Ostsee schwanken sehr stark über das gesamte Jahr gesehen. Im August wäre eine Temperatur von 17 Grad Celsius im Normalbereich. Heuer hat es hier mittlerweile überdurchschnittliche 23 Grad. Die Strände und die Ufer sind flach und daher erwärmt sich das Wasser auf den ersten Metern noch viel mehr.

 

Ebbe und Flut ist übrigens an der Ostsee kaum wahrnehmbar. Der Meeresspiegel bewegt sich innerhalb von 6 Stunden nur 10-15 Zentimeter.

 

Ja, mir gefällt es hier. Am Nachmittag kaufen wir uns ein Eis und wieder werden wir damit konfrontiert, dass wir uns sowohl in Cafés, Bistros und auch Restaurants oft selbst bedienen müssen.

 

Heute wollen wir auch typisches Abendessen und wir gehen in Uwe’s Fischerhütte. Originell, frisch und auch hier ist Selbstbedienung. Ich entscheide mich für gekochten Aal. Die Portion ist riesig und der Aal schmeckt richtig gut. Danach gibt es ein Schnapserl. Möwenschiss, das ist Korn mit Salami und Mayonnaise, erklärt eine der Mitarbeiterinnen der Fischerhütte und ich weiß sofort - das ist doch nicht der richtige Schnaps für mich. Es gibt ja noch andere typische Edelbrände. Prost.

 

Beim nach Hause gehen kaufen wir Karten, Marken gibt es leider nicht, die bekommen wir ein paar Geschäfte weiter – glauben wir aber nur. Wenn Sie keine Karte kaufen, bekommen Sie auch keine Marke, sonst nicht. Danke, sehr sympathisch.

 

War heute ein richtiger Urlauber- und Faulenzertag … Mal sehen, was uns morgen einfällt.

 

Seid auch morgen wieder dabei. Ich freu mich.

Liebe Grüße aus Ahlbeck

Eure Rena

 

Kommentare

Sis. schrieb

Wunderschönen guten Morgen!
Ich wünsche euch für heute trotz Hitze, dass ihr ein angenehmes, kühles Plätzchen findet!!

Sis. schrieb

... ja, auch ein ruhiger Badetag kann was “hergeben“ - wünsche weiterhin eine schöne Zeit!

 

Ohne Grenzen

8. Aug 2018

Guten Morgen. Na das war noch was gestern am Abend. Bis 22:45 Uhr hat ein Gitarrist vor unserem Fenster seine Lieder geträllert, nach eigenen Aussagen macht er das schon 16 Jahre und es ist wahrscheinlich auch ein Talent, dass man so falsch singen und spielen kann. Danach hat ein gewissenhafter Kellner die restlichen Gäste höflich gebeten nach Hause zu gehen und dann gings los – Frechheit. Auch wenn wir alt sind dürfen wir mal einen gemütlichen Abend haben …. Die Ausdrucksweise wurde ziemlich heftig. Egal. Irgendwas raubt mir in diesem Urlaub immer den Schlaf und 3 x war das schon die laute Musik und die ist so laut, dass sie alles übertönt.

 

Nach dem Frühstück spazieren wir ca. 3 km unter den schattigen Bäumen an die deutsch-polnische Grenze. Das ist eine gute Möglichkeit zum Bewegen in der Hitze des Tages. Ich freu mich schon auf zu Hause. Zuerst säumen schöne Villen unseren Weg, der bald darauf sehr monoton wird und nur an den Strandabschnitten merken wir das Vorankommen. Es ist aber eine angenehme Strecke für Radfahrer und Fußgänger. Begleitet werden wir von lästigen Wespen. Hier spricht man sogar von einer akuten Wespenplage. Einfach so ruhig wie möglich bleiben. Ich glaub, das ist das Beste.

 

Es hat ca. 35 Grad im Schatten und wir entscheiden, für den Rückweg den Zug zu nehmen. Wir fahren gleich bis Heringsdorf. Dort angekommen, zieht mich die Standkorbfabrik Heringsdorf magnetisch an und wir lassen uns kompetent beraten. 4 Wochen wäre Lieferzeit. So schnell will ich den aber gar nicht und so kann ich noch gut die Details überlegen.

 

Herrlich schmeckt das Eis in der Eis-Villa Stein in Heringsdorf. Mmmmh, die Himbeeren mit dem äußerst cremigen Eis … ein Genuss ? Da fällt der Fußweg zurück zum Hotel in Ahlbeck gleich leichter. Im Zimmer erwartet uns ein kleiner Obstteller.  Fr. Dombrowe, die Perle des Hauses, die sich immer um meine Anliegen bestens gekümmert hat, hat also meine Beschwerde an den Chef weitergeleitet. Dankeschön.

 

Heute wird nicht mehr viel passieren – kühles Plätzchen, wenig Bewegung. 12 km haben wir eh schon hinter uns gebracht.

 

Da sag ich noch ein paar Worte zu Ahlbeck. Auch dieser Name wird von einem Fisch abgeleitet. Der schlagenförmige Aal war der ursprüngliche Namensgeber. Im Laufe der Zeit hat sich allerdings eine neue Schreibweise eingebürgert.

 

Der Seesteg aus 1898 ist die älteste noch erhaltene Seebrücke an der Ostsee. Das Hotel, in dem wir in unserem Urlaub wohnen, wurde bereits Ende des 19. Jh eröffnet und war zwischenzeitlich als NS-Gewerkschaftsheim und Ferienheim genutzt.

 

In Ahlbeck wird aktuell viel restauriert und neu gebaut, was sich zum Glück für uns nur wenig störend auswirkt. Das Angebot von Usedom bietet Urlaub für jede Altersgruppe in jeder Preiskategorie. Es war schön, einmal hier gewesen zu sein, jetzt ist aber Zeit für neue Destinationen, neue Entdeckungen, …

 

2 x schlafen noch ?

 

Liebe Grüße

Rena

 

Kommentare

Sis. schrieb

Ich denke (und hoffe), bei dieser enormen Hitze handelt es sich um einen Ausnahmezustand !?
... und zum Glück habt ihr das Meer in eurer Nähe - bei Sturm und Dauerregen hätte man vermutlich noch weniger unternehmen können!?

 

Von Ückeritz nach Koserow

9. Aug 2018

Hallo ihr Lieben, hier gab es gestern noch ein Gewitter mit etwas Regen. Ein bisschen kühler ist es geworden, aber max. um 2-3 Grad und heute steht uns erneut ein perfekter Sommertag bevor und der wäre garantiert auch im Süden Europas optimal.

 

Was unternehmen wir heute? Wieder an den Strand? Nein, das taugt mir weniger, der Sand ist brennheiß und außerdem ist es langweilig den ganzen Tag dort zu verbringen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten haben wir gesehen, Bansin wäre noch eine Option, aber das ist auch nur eine Idee für max. 2-3 Stunden. Ewald bringt immer wieder eine Wanderung von Ückeritz nach Koserow ins Spiel, der Steilküste entlang durch bewaldetes Gebiet. Bei dem Wetter vielleicht eh nicht so schlecht. Ich kann keinen Alternativvorschlag einbringen, also machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Bahnhof und kaufen wieder ein Tagesticket um EUR 12,-/Person.

 

Nach ca. 30 Minuten erreichen wir mit der UBB den Bahnhof Ückeritz, den Ausgangsort unserer Wanderung über ca. 9 km. Wir erwarten eine entspannte Wanderung auf Waldwegen, kleinen Straßen mit einem durchgehenden Panoramablick auf die Ostsee. Im Reiseführer wird beschrieben, dass wir der Markierung mit dem grünen Eichenblatt folgen sollen. Hm, alles was wir sehen an Wegbeschreibungen passt nicht zu unserer Vorstellung von einem grünen Eichenblatt. Es kann nur das sein - Hurra, Ewald hat es richtig gesehen. Anfangs ist die Wegbeschreibung sehr spärlich, das ändert sich aber deutlich im Laufe des Weges. Was ich aber bis zum Schluss vermisse, sind Angaben zu Entfernungen, Hinweise zu Rastplätzen, ....

 

Der Weg führt wirklich fast nur durch bewaldetes Gebiet, vom Strand ist meistens nichts zu sehen und ich frag mich langsam, warum ich hierher an die Ostsee gefahren bin. Daheim schauts auch so aus. Irgendwann kommt ein Campingplatz und der Kölpinsee. Dort finden wir auch ein Bistro mit einer sehr netten Dame, die uns tatsächlich erlaubt, das bei ihr gekaufte Mineralwasser an einem der freien Tische konsumieren zu dürfen. Aber in 20 Min, dann, wenn Mittagszeit beginnt, müssen wir weg sein. Es geht sich locker für uns aus.

 

Die versprochenen Aussichtspunkte gibt es zwar, sie sind aber verwachsen und enttäuschend. Dafür ist die Luft sauber und relativ angenehm, ohne schwitzen geht’s trotzdem nicht. Langsam werde ich grantig. Wenig Abwechslung, unfreundliche Begegnungen und vom Meer ist nichts zu sehen. Was für meine Venen gut ist, ist wiederum schlecht für meine Knie.  Bevor ich gänzlich meine gute Laune verliere, erreichen wir die Koserower Salzhütten. Hier wird geräuchert und ich werde mit dem Imbiss belohnt, den ich mir hier an der Ostsee schon die ganze Zeit wünsche ? Guten Appetit.

 

Der Weg zum Bahnhof in Koserow ist heiß und länger als gedacht. Wir sind beide müde und freuen uns auf eine Erfrischung im kühlen Nass. Zuerst gibt es aber Eis - wieder Selbstbedienung - eh fast klar ?

 

Nein!!! Im Veranstaltungskalender steht’s ganz deutlich. 20:00 Uhr Ahlbeck – Konzertplatz, Schlager – von Kult bis total angesagt ☹ Super. Ich sag gar nichts mehr. Da wirds wohl nichts mit Beine hochlagern, da müssen wir nochmals weggehen.

 

Einen Lichtblick gibt’s trotzdem – 1x schlafen noch!

 

Einen schönen ruhigen Abend wünsche ich euch.

Eure Rena

 

Tschüss Usedom

10. Aug 2018

Das ist deutsche Pünktlichkeit. Gestern, Punkt 20:00 Uhr ging es los mit der musikalischen Unterhaltung vor unserem Zimmer und das bis 22:40 Uhr. Dafür habe ich anschließend gut schlafen können und heute ist genau das Wetter, das ich mir für unsere Urlaubswoche gewünscht habe. Angenehme Temperaturen, Bewölkung, ... 

 

Was soll's. Jetzt sind unsere Koffer gepackt und in der nächsten Stunde werden wir zum Flughafen Heringsdorf gebracht. Wir freuen uns beide auf daheim.

 

Um 10:45 Uhr sind wir bereit für den Transfer. Überpünktlich sind wir bei der Rezeption. Sind Sie mit dem Auto da? fragt die Dame an der Rezeption. Nein! Oops, das Taxi zum Flughafen ist bereits gefahren. Sie beginnt zu telefonieren und dann ist klar. Bruno ist ohne uns gefahren, aber bereits auf dem Rückweg, muss noch ein Hotel anfahren und dann ist er da. Dann hat sich als 11:15 Uhr herausgestellt und Bruno gehört zum Hotel. 4 Damen sitzen bereits im Bus und trotzdem verläuft die kurze Fahrt sehr ruhig, alles ist gut.

 

Als der Fahrer den Kofferraum öffnet, purzelt gleich Ewalds Koffer raus und landet unsanft auf der Straße. Die entstandenen Schrammen sind unübersehbar und hätten leicht vermieden werden können.

 

Am Miniflughafen bleibt ausreichend Zeit zum Check-In. Alles hier ist sehr überschaubar und außer einem kleinen Imbiss-Stand ist das übrige Angebot sehr bescheiden. Wer noch Souvenirs einkaufen möchte, sucht vergeblich nach Möglichkeiten.

 

Überpünktlich starten wir, der Flug ist angenehm und der Anflug auf Linz zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Mit dem Zug geht's retour nach Wien und jetzt stoßen wir an auf den Urlaub und vor allem, dass wir wieder gut daheim angekommen sind. 

 

Habt noch einen schönen Sommer.

Alles Gute. Eure Rena

 

Persönliche Erfahrungen

  • Keine zu hohen Erwartungen in jeder Hinsicht. Abwarten und genießen ist viel besser.
  • Ich bin davon ausgegangen, dass die Wetterbedingungen meinen Vorstellungen entsprechen. Das kann in Zeiten des Klimawandels nicht mehr verlässlich funktionieren.
  • Es war durchaus sinnvoll, kleidertechnisch für jede Eventualität gerüstet zu sein. Ich habe tatsächlich die Sachen gebraucht, die ich nicht für möglich gehalten hätte.
  • Ein Hotel in erster Linie nach dem Kriterium Lage auszusuchen, war definitiv ein Fehler!!

Fazit

  • Für mich bleiben die „Strandkorb-Regionen“ nach wie vor Lieblingsdestinationen.
  • Das wollten wir erleben:
    • 40 km Strände - erfüllt
    • idyllische Fischerdörfer – teilweise erfüllt
    • ein Paradies für Naturliebhaber - erfüllt
    • große Seebäder aus dem vorigen Jahrhundert - teilweise erfüllt
    • liebevoll restaurierte Villen, harmonisch in die Dünenlandschaft eingebettet - erfüllt
    • Promenaden, die zum Flanieren, Schlemmen und Shoppen einladen - erfüllt
  • Auch Geduld braucht man im Norden, vor allem, wenn man mit den Einheimischen ins Gespräch kommen möchte. Über ein wohlwollendes Nicken darf sich ein Gast wirklich schon freuen. Ein kleines Tratscherl, also Smalltalk, kommt den Leuten im Norden nicht oder nur schwer in den Sinn. Aber bitte nicht zu schnell aufgeben, es wird schon mit der Zeit.
  • Freundschaften mit Norddeutschen können sich durchaus ergeben und die halten oft auch lebenslänglich. Da sprechen Ewald und ich aus Erfahrung und dafür sage ich HERZLICHEN DANK an unsere Freude. Wir schätzen und mögen euch sehr. 
  • Die Norddeutschen werden manchmal mit Lakritze verglichen – nicht jedermanns Geschmack.
  • Genau, da war ja noch was mit dem Ärger von oben. Schutz gegen Vogelkot ist besonders in Strandnähe schwer möglich. Zur Beruhigung kann ich sagen, dass sich Veterinärmediziner da ziemlich einig sind: Die Infizierung mit ansteckenden Krankheiten durch Vogelkot ist äußerst gering. 
  • War schön, auf Usedom gewesen zu sein, auch wenn der Kurzbesuch in Polen fast mein persönliches Urlaubshighlight war.

 

Hast du noch Fragen zum Urlaub auf Usedom?  Gerne kannst du mir eine Mail mit deinen Fragen schicken.

mail@renahackl.at

 

Mal sehen, was der Herbst noch so bringt. In jedem Fall gehen bei uns schon die Vorbereitungen für den "großen" Urlaub im Jänner 2019 los.

 

Danke für euer Interesse. Bleibt uns weiterhin treu. Wir freuen uns.

Alles Liebe

Ewald & Rena

 

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